Blackbox Abschiebung
Bilder und Geschichten von Leuten, die gern geblieben wären
Ausschnitte aus Videointerviews mit den Mitwirkenden des Projekts:
Abschiebung ist Alltag: Etwa 10.000 Menschen müssen jedes Jahr Deutschland verlassen. Aber wer sind sie? Ihre Gesichter, ihre Geschichten und ihre Schicksale verschwinden aus unserem Blickfeld und damit aus unserem Bewusstsein.
Das Projekt "Blackbox Abschiebung" will das Phänomen Abschiebung sichtbar machen. Neun Menschen, die von Abschiebung bedroht sind oder abgeschoben wurden, erzählen ihre Geschichten. Mit einer Digitalkamera dokumentieren sie ihre Reise, die Ankunft und die ersten Monate im Aufnahmeland – oder das, was nach der Abschiebehaft geschieht.
In einem rudimentären Wohnzimmer aus Gebrauchtmöbeln steht ein Fernsehgerät. Das Programm, das auf diesem Fernseher läuft, zeigt Menschen, die von Abschiebung bedroht sind oder abgeschoben wurden. Sie erzählen ihre Geschichten - Einblicke in die "Blackbox Abschiebung", aus der nur selten Bilder zurück nach Deutschland finden.
Seit Oktober 2010 tourt die Medieninstallation durch das Ruhrgebiet und macht das Phänomen Abschiebung an den verschiedensten öffentlichen Orten sichtbar. Nach den Stationen Theater Oberhausen, FH Dortmund und Schlosstheater Moers ist die Blackbox Abschiebung im November und Dezember in Bochum, Mülheim, Essen und Duisburg zu sehen.
22.11.10 bis 9.12.10: Ruhr-Universität Bochum, Foyer der Mensa, Universitätsstraße 150, 44801 Bochum
25.11.10 bis 22.12.10: Mülheim, Heinrich-Thöne Volkshochschule, Bergstraße 1–3, 45479 Mülheim/Ruhr
7.12.10 bis 16.12.10: Essen, Lichthof der Zeche Carl, Wilhelm-Nieswandt-Allee 100, 45326 Essen
9.12.10 bis 23.12.10: Duisburg, Universität Duisburg-Essen, Foyer der Mensa, Lotharstraße 23–25, 47057 Duisburg










